Löwenkopfkaninchen Haltung
In der freien Natur leben Kaninchen in großen Gruppen zusammen und bewegen sich gern und viel in ihrem Revier, das sie gemeinsam vor Eindringlingen verteidigen. Um sich bei Gefahr verstecken zu können, graben sie sich Höhlen.
Kaninchen ernähren sich in erster Linie von Gräsern, Obst und Kräutern und im Winter auch oft von Rinden, Wurzeln oder Knospen und nur gelegentlich auch einmal vom Getreide unserer Felder.
Um Hauskaninchen, die ja nur eine Weiterzüchtung der Wildkaninchen sind, artgerecht zu halten, sollte man ihren natürlichen Bedürfnissen nach Sozialverhalten, Bewegung, dem Graben und Knabbern und der Notwendigkeit, sich bei Gefahr zurückziehen zu können, unbedingt Rechnung tragen.
Bei der Löwenkopfkaninchen Haltung kann man sich fast ausschließlich daran orientieren, welche Bedürfnisse in Bezug auf die Haltung Hauskaninchen oder Zwergkaninchen allgemein haben. Die einzige Besonderheit bei den Löwenkopfkaninchen besteht nur darin, dass sie am Kopf langes Fell haben und man sie deshalb häufiger striegeln sollte, damit es nicht verfilzt.
Ideal wäre die Löwenkopfkaninchen Haltung in einer größeren Gruppe, aber wenn das nicht möglich ist, sollte man auf jeden Fall mindestens zwei Tiere gemeinsam halten. Zwei Häsinnen vertragen sich selten gut, zwei kastrierte Rammler schon eher, aber am besten hält man, wenn man mehr als zwei Tiere nicht halten kann, eine Häsin und einen kastrierten Rammler zusammen.
Kaninchen neigen allgemein zu einem heftigen Revierverhalten, was man bedenken muss, wenn man ein neues Kaninchen in eine bestehende Gruppe integrieren möchte. Das kann manchmal mehrere Wochen oder sogar Monate dauern und man sollte die Tiere in dieser Zeit genau beobachten.
Alle Kaninchen, also auch Zwergkaninchen und Löwenkopfkaninchen brauchen viel Platz zum Rennen. Diese Tiere nur in einem Käfig zu halten, ist Tierquälerei. Die Tiere brauchen einen großen Auslauf, um wirklich glücklich zu sein und gesund zu bleiben. Dieser sollte so gestaltet sein, dass die Neigung der Kaninchen, Höhlen zu graben, auch Beachtung findet, man sollte den schützenden Draht also auch unter dem Gehege ein Stück in der Erde verlegen, damit sie sich nicht nach draußen buddeln können.
Beim Futter sollte man sich an der Natur orientieren. Wasserschüsseln sind Trinkflaschen vorzuziehen. Trockenfutter ist ungeeignet.
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